Ergebnisse - 1.Mannschaft - Saison 2013/2014
8. Spieltag - SG Rot-Weiß Thalheim 0-3 SG Ramsin
08. 10. 2013 - bei SG Rot-Weiß Thalheim

 SG Rot-Weiß Thalheim 0-3 SG Ramsin 


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Torschützen: 0:1 Abdel Aziz El Gourmat 16‘ 0:2 Nicky Hortig 65‘ (Dalibor Janjic) 0:3 Kai Tkalec 77‘ (Pierre Gebhardt)

Aufstellung: Björn Fieder; Martin Stolzenhain; Nils Dobbermann; Florian Schneier; Marcus Manz; Kai Tkalec; Dalibor Janjic (K); Florian Pärsch; Marc Prause; Abdel Aziz El Gourmat; Nicky Hortig

Auswechselspieler: Patrick Kluge; Marcus Manz 80‘ (für Abdel Aziz El Gourmat); Lars Meyer 66‘ (für Florian Pärsch); Pierre Gebhardt 66‘ (für Nicky Hortig); Patrick Holicki;

Schiedrichter: Christoph Bäck (VfB Zahna)

Karten: Kai Tkalec 34‘ Marcus Manz 38‘

Verdienter Sieg

Auswärtssieg beim Ortsnachbarn

Am Ende stand auf der Anzeigetafel im Thalheimer Nachthimmel ein 0:3 für die Gastmannschaft und das auch völlig verdient. Die mit Spannung erwartete Partie begann 10 Minuten später, da aufgrund des hohen Zuschauerzuspruches der Einlass ein wenig stockte. 350 zahlende Zuschauer sorgten dann aber für einen würdigen Rahmen im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Landesliga. Die SG Ramsin konnte soweit wieder aus dem vollen schöpfen, nur für den später kommenden Meyer rückte Prause und Stolzenhain für den krankheitsbedingt fehlenden Ebert in die Startformation. Nach dem Anpfiff konnte man recht schnell sehen, daß beide Teams Respekt voreinander hatten und sich dadurch nur langsam an den Anderen herantasteten, indem man auf Fehler wartete. Thalheim machte diesen dann recht schnell, Kai Müller spielte beim Spielaufbau einen Pass direkt Gourmat in die Beine. Der Ramsiner Mittelfeldakteur nahm kurz Fahrt auf und schloss per Linksschuß ab. Der Schuß wurde unhaltbar von einem Thalheimer Abwehrspieler abgefälscht und trudelte entgegen der Laufrichtung Gehmlichs zum 0:1 ins Tor (16.). Dieses Tor gab den Gästen nun Auftrieb für die Gestaltung des eigenen Spieles. Man positionierte seine Defensive Höhe der Mittellinie, lief die ballführenden Spieler immer wieder gut an, sodaß die Hausherren nie richtig ins Spiel kamen und den Großteil seiner Angriffsbemühungen in der ersten Hälfte mit langen Bällen zu gestalten versuchte. Das Duo Schneier/Dobbermann immer sehr wachsam und hatten mit diesen Bällen keine Schwierigkeiten. So wurden diese immer wieder schön vorm Gegner runter genommen und das eigene Spiel schnell über die beiden gut agierenden Sechser Tkalec/Pärsch eröffnet. Das es nur mit einem 0:1 Rückstand für Rot-Weiß Thalheim in die Pause ging war dem Umstand geschuldet, daß sich die SGR zwar das ein oder andere Mal in aussichtsreiche Positionen spielen konnte, jedoch die finale Aktion noch zu ungenau bzw. zu kompliziert gestaltet wurde. Die SG Ramsin hatte bis dahin aber nicht viel falsch gemacht, man hatte den Gastgeber weitestgehend vom eigenen Tor ferngehalten und agierte mannschaftlich sehr geschlossen. Somit bestand für das Trainerteam keine Notwendigkeit eine Änderung vorzunehmen, wobei man sich aber bewußt war und dies auch an der Lautstärke aus der Kabine der Thalheimer vernehmen konnte, daß der Gastgeber nun alles riskieren wird, schnell den Ausgleich vor eigenem Publikum zu erzielen. Die Rot-Weißen kamen nun besser aus der Pause und streuten in ihr Offensivspiel nun mehr Kombinationsspiel ein. Die SGR zu Beginn der zweiten Hälfte zu wenig präsent und bot dem Gastgeber somit Raum zu spielen. Folglich kam der Gastgeber nun besser zur Geltung und hatte seine beste Phase in der Partie. So tauchte man mit 2/3 guten Schüssen gefährlich vorm Ramsiner Tor auf. Torwächter Fieder konnte diese jeweils mit glänzenden Reaktionen 2 mal an den Außenpfosten/Latte lenken. Genau in dieser Drangphase der Thalheimer stzten die Gäste aber den nächsten Big-Point, da Rot-Weiß ein wenig aufgerückt war, erhielt die Ramsiner Offensive der Gäste natürlich mehr Raum. So konnte man sich in der 67. Minute schnell über die linke Seite auf die Grundlinie kombinieren, Tkalec Flanke wurde zur Ecke geklärt. Diese Aufgabe übernahm Janjic und trat das Leder gefährlich an den gegnerischen 5-Meter Raum, der einlaufende Hortig ließ sich diese Chance nicht entgehen und nickte zur 2:0 Führung ein. Damit war bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen, Thalheim steckte zwar nie auf, konnte sich aber gegen die gut stehende Ramsiner Defensive keine Möglichkeiten mehr erarbeiten, auch weil Gilbricht seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies und es schaffte binnen 14 Minuten mit der Ampelkarte vom Platz gestellt zu werden. Ramsin ließ die Gastgeber nun kommen und schaltete nach Balleroberung schnell um, so auch in der Schlußphase der Partie. Konnte ein Schußversuch vom eingewechselten Gebhardt noch geblockt werden, so holte man sich den zweiten Ball, Tkalec ließ auf Gebhardt prallen, der wiederum per Doppelpaß klug in den Lauf von Tkalec zurück. Allein auf Gemhlich zugehend, umkurvte der Ex-Thalheimer den herauseilenden Torhüter und schob zum 0:3 Endstand ein (79.). Damit war das Spiel nun gelaufen, Ramsin spielte sein Pensum richtigerweise runter, da Thalheim nichts mehr entgegen zusetzen hatte.

Die SGR konnte sich mit diesem verdienten Auswärtssieg weiter von der unteren Tabellenregion absetzen, wie auch Pärsch resümierte: "12 Punkte vor dem Abstiegsplatz, NUR das zählt" und man hat die herbe Heimpleite am letzten Donnerstag gut weggesteckt/verarbeitet. Gleichzeitig gebührt der Mannschaft aber für die bis dato gezeigten Leistungen Respekt, auch wenn Thalheim an diesem Tage nicht seine beste Leistung abrufen konnte.

Für die SG Ramsin folgt nun die Kür mit dem Pokalspiel am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg, auf das man sich nun in aller Ruhe vorbereiten kann und nichts zu verlieren hat, egal wie sich das Ergebnis am Ende gestaltet.

Artikel Mitteldeutsche Zeitung vom 09.10.2013

Fußball-Landesliga

Ramsin demütigt Thalheim
08.10.2013 23:09 Uhr
VON CHRISTIAN KATTNER

Der Aufsteiger gewinnt am Dienstagabend auf fremdem Platz in Thalheim deutlich mit 3:0. Ramsin verbessert sich damit auf dem zweiten Platz. Im Derby traf ausgerechnet ein Ex-Thalheimer zum Endstand.

THALHEIM/MZ.
Dass Lutz Dobbermann in Thalheim jubelt, ist kein ungewohntes Bild. Gemeinsam mit Ralf Saalbach feierte er mit den Rot-Weißen so manchen Triumph. Am Dienstagabend jubelte Dobbermann wieder. Allerdings ohne Ralf Saalbach. Nicht nur weil der Thalheimer Abteilungsleiter beruflich verhindert war, sondern weil Dobbermann nun Trainer der SG Ramsin ist und in Thalheim erstmals gewann. Am Ende sogar deutlich mit 3:0. Kein Wunder, dass Ralf Saalbach da nicht besonders gut gelaunt war. "Ich war immer über den Spielstand informiert", sagte er, "ich hatte aber auch so eine Vorahnung, dass es so läuft."

1:0 nach sieben Minuten

Und so wie es gelaufen war, sorgte das Spiel bei den Thalheimer Verantwortlichen auf der Tribüne für großes Stirnrunzeln. Es waren gerade einmal sieben Minuten gespielt, da hatte der Marokkaner Abdel Aziz El Gourmat das 1:0 erzielt. Die Entstehung des Treffers stand symbolisch für den weiteren Verlauf der Partie. Erst passte Kai Müller den Ball genau in die Füße des Ramsiner Mittelfeldakteurs und dann wurde dessen Schuss auch noch von einem Thalheimer Spieler unhaltbar abgefälscht.

Thalheims Schwächen wurden an diesem Abend gnadenlos bestraft. Das eigene Spiel wirkte einfallslos. Lange Bälle sollten den Erfolg bringen, taten das aber nicht. Ramsin überzeugte durch spielerische Elemente. In der Abwehr ließen vor allem Florian Schneier und Nils Dobbermann nichts anbrennen, El Gourmat konnte im Mittelfeld nach Belieben das Spiel der eigenen Mannschaft lenken. Der unbedingte Wille das Spiel gewinnen zu wollen, war auf Thalheimer Seite nicht spürbar. Keine Torchance konnte in den ersten 45 Minuten herausgespielt werden. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel zumindest kurzzeitig ändern. Von der 58. bis 65. Minute hatten die Gastgeber gleich drei hervorragende Tormöglichkeiten. Zweimal verhinderte das Aluminium den Ausgleich, auch Tom Gilbricht konnte den Ball nicht im leeren Tor zum 1:1 unterbringen. "In dieser Phase hätte das Spiel kippen können", sagte Ramsins Vorsitzender Denny Bremer.

Ausgerechnet Tkalec

Doch es war nur ein kurzes Aufflackern Thalheimer Hoffnung. Das 2:0 von Nicky Hortig nach einer Ecke lenkte das Spiel wieder - dem bisherigen Verlauf entsprechend - in richtige Bahnen (67.). Die Spielkontrolle lag nun wieder bei den Ramsinern. Mitten in die ohnehin schon tiefe Thalheimer Wunde muss sich der Treffer von Kai Tkalec in der 79. Minute noch schmerzhafter angefühlt haben. Der Mittelfeldspieler lief in der vergangenen Saison noch im rot-weißen Trikot auf - diesmal jubelte er in der Spielkleidung der Ramsiner.

"Es ist das eingetreten, was ich erwartet habe", sagte ein enttäuschter Ralf Saalbach, "mir haben alle gesagt, dass das Ergebnis völlig verdient war." Das hören zu müssen, fiel dem Thalheimer Abteilungsleiter schwer. Aber auch Denny Bremer war etwas sprachlos: "Es ist schon erschreckend, wie gut es läuft." Das gilt auch für Thalheim. Nur umgedreht.

Quelle: mz-web.de



Der Mandatar

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