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Erster Punkt im zweiten Spiel


Erster Punkt im zweiten Spiel

21. 09. 2015, 20:59 Uhr, 1423 mal gelesen

Die SG Ramsin kann den ersten Punkt auf seiner Habenseite in der jungen Saison verbuchen. Nachdem man sich in der vergangenen Woche als Gastgeber par excellence erwiesen hatte, dem SV Romonta Stedten die Tore beim 1:4 förmlich auf dem Silbertablett servierte und jeglich strukturiertes Spiel vermissen ließ, zeigte man sich am gestrigen Abend wieder Spielklassen gerecht aufgestellt. Mit nicht voller Kapelle angereist, 8 Spieler fehlten verletzungs-, urlaubs- oder arbeitsbedingt, ging man somit stark ersatzgeschwächt ins Derby gegen die SG Rot-Weiß Thalheim, welche nicht nur auf dem Papier den haushohen Favoriten darstellte.

Dahingehend war unser Trainerteam zu Umstellungen gezwungen, welche sich jedoch positiv auswirken sollten. Schneier rutschte in die Innenverteidigung, Schindler von Beginn auf die Bahn und im Sturm bekam Grunert Unterstützung von Mandrysch. Der Gastgeber versuchte logischerweise sofort das Spiel an sich zu reißen, unsere SGR hatte anfangs hier zwar Probleme sich zu finden, jedoch mit Verfliegen der Nervosität hielt man Thalheim gut vom eigen 16-er weg. Die Rot-Weißen sollten zwar die gesamte Spielzeit den meisten Ballbesitz verbuchen, fanden jedoch selten Mittel, die Reihen der Gäste zu überwinden. Die wurden zusehends mutiger in den eigenen Aktionen und setzten mehr und mehr im Umkehrspiel Nadelstiche. Einer davon tat dann richtig weh, nach gut 30 Minuten Spielzeit wurde Mandrysch im Mittelkreis gut freigespielt, er bediente klug den in den Raum startenden Schindler, welcher listig den Thalheimer Hüter per Lupfer überwand. Bis zur Pause änderte sich das Bild nicht weiter, Thalheim rannte an, jedoch ohne Erfolg.

Mit der Halbzeit die Quittung, Sawetzki wechselte gleich zweimal. Thalheim nun giftiger, kam mit der Spielweise der Ramsiner nicht klar, die ackerten und präsentierten sich weiterhin engagiert in den Zweikämpfen. Wurde ein Ramsiner mal umspielt, doppelte sofort der nächste, sodass sich die Thalheimer Spieler desöfteren in Unterzahl sahen. Hier wurde es nun hitziger, nach jeder Unterbrechung belagerten die Thalheimer den Schiedsrichter per Rudelbildung, um diesen zu beeinflussen. Zum Erfolg führte dies in der 63. Minute, Tkalec lag nach Zweikampf am Boden, Grunert war schnell zur Stelle, jeder der drei Spieler spitzelte um den Ball, Bernhardt blieb wiederholt theatralisch liegen. Wieder überzogene Proteste, Ergebnis der unübersichtlichen Situation, Ampelkarte Tkalec. Die Unterzahl änderte jedoch am Bild nichts, zwar war die SGR nun mehr hinten beschäftigt, Fieder im Ramsiner Tor musste aber nicht großartig parieren. Obendrauf gab der Unparteiische 5 Minuten Nachspielzeit, es wird sein Geheimnis, wobei er diese gerechtfertigt sah. Das es schlußendlich dann fast 7 Minuten wurden und nach einem Gegentreffer abgepfiffen wurde, lässt gleichzeitig etwas nachdenklich werden. In letzter Aktion schmälerte die hervorragende Leistung der SGR nur ein eigener Fauxpas, Fieder glitt ein schon sicher erschienener Ball durch die Arme, leider direkt ins Tor, Abpfiff.

Trotzalledem gebührt der Mannschaft für die gebotene Leistung der volle Respekt, nach desolater Vorstellung gegen Stedten und grenzwertiger Personalsituation, in Thalheim was mitzunehmen, was von den eigenen Zuschauern mit einer Menge Applaus honoriert wurde. Nun kann eigentlich nur diese Leistung Maßstab sein, solch einen Engagement in den kommenden Aufgaben rauszuhauen, um weitere Schritte nach vorn zu machen. Was jedoch in schlechter Erinnerung bleiben wird, ist das hochgradig unsportliche Verhalten der Thalheimer Spieler, Beleg dafür die Ampelkarte nach Abpfiff für Miertsch und einen mit herunter gelassener Hose vor der Gästekabine provozierender Torhüter der Gastgeber. Dies jedoch nicht genug, teilte er noch per Faustschlag gegen Ramsiner Verantwortliche auf dem Platz aus. Jedoch trotzdem viel Erfolg der SGT, aber bei solch einem Verhalten sollte man sich mal hinterfragen, bei aller Brisanz in einem Derby.

Verfasser: Der Mandatar

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